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Azubi-Blog

Herzlich willkommen…

beim Azubi-Blog auf Talentmaschine. Hier kannst du Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau hautnah erleben – denn hier berichten Auszubildende offen und authentisch von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Viel Spaß beim Schmökern!

Matthias Mölders

GFOS Gesellschaft für Organisations-

Berufsschule – worum geht’s?

28.12.16 01:14

Zu einer Ausbildung gehört nicht nur die Lehre im Betrieb, sondern auch der Unterricht in der Berufsschule. Für mich findet dieser Unterricht in Blockphasen statt. Das heißt konkret: zwei Wochen, in denen ich die Schulbank drücken muss und dafür von meinen Aufgaben im Betrieb freigestellt bin – und vier Wochen, in denen ich ausschließlich im Betrieb tätig bin. Da in den Schulferien auch kein Berufsschulunterricht stattfindet, beträgt der Anteil der Zeit, die man als Azubi in der Berufsschule verbringt, etwa ein Viertel der gesamten Ausbildungszeit.

In meinem ersten Ausbildungsjahr bestand unsere Berufsschulklasse zur Hälfte aus Fachinformatikern und IT-Systemkaufleute, denn der Stoff ist zu Beginn der beiden Ausbildungen noch identisch. Ab dem zweiten Jahr wurde die Klasse dann aufgeteilt, sodass ich jetzt nur noch gemeinsam mit anderen Anwendungsentwicklern die Schulbank drücke. Auch der Unterrichtsschwerpunkt hat sich dementsprechend verschoben: Nahmen zu Beginn noch der Wirtschafts-, Anwendungsentwicklungs- und IT-Unterricht den Großteil der Stunden ein, verbringen wir heute die meiste Zeit mit dem Fach Anwendungsentwicklung. Deutsch, Englisch und Religion stehen natürlich nach wie vor auf dem Stundenplan.

In allen Fächern muss man auch Prüfungen ablegen. Wegen der kurzen Schulblocks und langen Betriebsphasen haben wir tatsächlich sehr oft Prüfungen: zwei pro Woche sind normal, dazu kommen noch Referate und kleinere Tests. Hat man Schwierigkeiten, dem Stoff zu folgen und sich richtig vorzubereiten, kann man sich an seine Betreuer im Betrieb wenden. Oder auch an seine Mit-Azubis: In meiner Klasse sind  immer ein bis drei Schüler aus demselben Betrieb, was den Zusammenhalt natürlich stärkt. Das kann man auch daran sehen, dass eine in der ersten Woche erstellte WhatsApp-Gruppe bis heute noch von der Klasse genutzt wird, um sich über die Schule auszutauschen und auch gemeinsam auf Prüfungen vorzubereiten. Die Berufsschule besteht also nicht nur aus Pauken und Lernen – es entstehen auch tolle Freundschaften, die über den Schulhof hinaus halten.

Quelle: www.pixabay.com

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Matthias Mölders

GFOS Gesellschaft für Organisations-

Softwareentwicklung für den Maschinen- und Anlagenbau

26.10.16 10:48

Eins vorneweg: Nein, ich bin kein „klassischer“ Maschinenbauer. Trotzdem hat meine Ausbildung viele Berührungspunkte mit der Branche: Mit dem Manufacturing Execution System, kurz MES, bietet mein Ausbildungsbetrieb fertigenden Unternehmen, also auch Maschinenbauern, eine Softwarelösung zur Planung, Steuerung und Analyse von maschinellen Arbeitsprozessen. Das MES sammelt Produktionsdaten, gewährleistet Rückverfolgbarkeit – und hilft so dabei, Verzögerungen und Störungen zu erkennen und Engpässe zu vermeiden.

Als Auszubildender zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung habe ich natürlich auch die MES-Entwicklung durchlaufen. Hier habe ich unsere Entwickler dabei unterstützt, neue Programme zu erstellen und bestehende Programme anzupassen oder Fehler zu korrigieren. Weil sich die Fertigungsprozesse von Betrieb zu Betrieb unterscheiden, werden in diesem Bereich häufig individuell auf den Kunden zugeschnittene Programme gebraucht. Was wiederrum dazu führt, dass man häufiger neue Programme entwickeln als bestehende anpassen muss. Und genau das macht die Arbeit in der MES-Entwicklung so interessant.

Überhaupt ist die Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung sehr abwechslungsreich. Zu Beginn meiner Ausbildung habe ich eine zweimonatige Rotationsphase durchlaufen, um alle Bereiche des Betriebs kennen zu lernen – vom Empfang bis zur Verwaltung. Darauf folgte eine zweiwöchige Programmierschulung, in der der grundlegende Aufbau unserer Programme erklärt wurde. Dann ging es auch schon in die Kernbereiche für Anwendungsentwickler bei der GFOS: die beschriebene MES-Entwicklung sowie Workforce & Security – der Bereich, dem ich den Rest meiner Ausbildung zugeteilt bin. Die Ausbildung kann ich jedem empfehlen, der sich für das Programmieren begeistert und Spaß daran hat, neue Programme zu entwickeln. Für mich ist es heute noch spannend, sich zu überlegen, wie man etwas am besten umsetzen kann – und es dann Form annehmen zu sehen.

Quelle: GFOS mbH

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