Werkzeugbau

Kennzahlen dieser Branche

5000

5,1 Mrd (2016)

830-1.120 Euro monatl.

Kurzbeschreibung der Branche

Was ist Werkzeugbau?
Wer bei dem Begriff Werkzeugbau an Hammer und Schraubendreher denkt, liegt leider daneben, denn die Werkzeuge, die in den Werkzeug- oder Formenbau genannten Unternehmen entstehen, sehen ganz anders aus. Es sind überwiegend ziemlich große Stahlblöcke, die aus mindestens zwei Teilen bestehen und denen man von außen nicht ansieht, was in ihnen steckt. Es gibt zwei Haupttypen von Werkzeugen: die Stanz- und Umformwerkzeuge sowie die Formen.

Stanz- und Umformwerkzeuge
Stanz- und Umformwerkzeuge werden in sogenannten Werkzeugbauten hergestellt. Sie werden auf großen Pressen betrieben, die das Werkzeug rhythmisch schließen und öffnen. Dabei wird eine Blechtafel oder ein Blechstreifen gebogen, zusammengestaucht oder dünngezogen und zum Schluss abgeschnitten.

Formenbau
Im Formenbau entstehen (Gieß-)Formen, in die auf großen Maschinen eine Flüssigkeit hineingefüllt wird, z.B. heißer Kunststoff oder geschmolzenes Metall. In der Form erkaltet das Material und wird fest. Danach öffnet die Maschine die Form und heraus fällt ein fertiges Teil. Häufige Vertreter dieser Formen heißen Spritzgieß- oder Druckgießwerkzeug.

Was produziert man mit Werkzeugen- und Formen?
Fast alle Massenprodukte, die uns täglich vom Aufstehen bis zum Schlafengehen sichtbar oder im Verborgenen nützlich sind, werden mit Hilfe von Werkzeugen- und Formen in millionenfacher Ausfertigung hergestellt. Von der Zahnbürste, über den Kugelschreiber, das Smartphone- oder Laptopgehäuse, bis hin zu Autoteilen, Spritzen, Schuhsohlen, oder Kunststoffbrillengläsern, immer steckt der Werkzeugbau hinter dem Produkt. Denn die Werkzeug- und Formenbauten liefern den Herstellern die benötigten Werkzeuge und Formen. Für jedes neue Produkt benötigt man grundsätzlich ein neues Werkzeug, das individuell angefertigt wird.

Ein toller Beruf?
Neben dem guten Verdienst - auch bereits in der Ausbildung - ist die Arbeit im Werkzeugbau für technisch interessierte Menschen sehr spannend. Schließlich ist jedes neue Werkzeug eine individuelle Neuentwicklung für ein Produkt, das es so noch nicht zu kaufen gibt. Zudem sind die Unternehmen auch selbst ganz vorne mit dabei, wenn es um moderne Fertigungsmethoden geht. Hier findet man häufig schon die modernsten Maschinen, wie z.B. 3D-Drucker oder automatisierte Fertigungszellen, bei denen mehrere Maschinen miteinander durch einen Roboter verkettet sind. Dafür benötigen die Werkzeugbauten viele junge Menschen mit klugen Köpfen, die nach ihrer Ausbildung nicht nur in der Lage sind, modernste Stanz- und Umformwerkzeuge sowie Formen zu bauen, sondern die komplizierten Prozesse und Abläufe der automatisierten Anlagen zu verstehen und richtig zu bedienen. Bewerbungen willkommen! 

Neuigkeiten

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Von Azubis für junge Menschen, die noch vor der schwierigen Wahl der richtigen Ausbildung stehen

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Außergewöhnliche Talente
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Ansprechpartner

Alfred Graf Zedtwitz

Pressesprecher Fachverband Präzisionswerkzeuge, Referent VDMA Werkzeugbau sowie Betriebs- und Volkswirtschaft

Tel.: 

(+49 69) 66 03-12 69


Fax: 

(+49 69) 66 03-22 69


alfred.zedtwitz@vdma.org

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