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Der Tourismus in Vietnam

Der Tourismus in Vietnam boomt seit einigen Jahren: 2007 überschritt die Zahl der ausländischen Urlauber die Vier-Millionen-Marke. Damit liegt Vietnam laut der Welttourismusorganisation auf Platz 9 der am meisten besuchten Länder in Fernost. Besonders beliebt bei Touristen – und dem entsprechend meist überfüllt – sind der Badeort Nha Trang im Süden und die Halong-Bucht im Golf von Tonkin mit ihren Kalksandsteinfelsen und den zahlreichen winzigen Inseln. Dabei gibt es zahlreiche Flecken abseits der touristischen Zentren, die weitgehend unbekannt sind, eine Reise mit Vietnam Visum bei Ankunft lohnen und von Landeskennern empfohlen werden. Zum Beispiel die Trockene Halong-Bucht. „Zwischen den Felsformationen liegen wunderschön zahlreiche Reisfelder am und im Fluss”, sagt Do Ngoc vom Düsseldorfer Vietnam-Spezialisten „Vietnam Adventure”. Für Do Ngoc ist Tam Coc, wie die Bucht in der Landeshauptstadt heißt, das absolute Highlight. „Wenn ich nur einen Platz in Vietnam besuchen dürfte, würde ich zur Trockenen Halong-Bucht fahren”, schwärmt sie. Auf 1600 Metern Höhe liegt im Nordwesten Vietnams das Städtchen Sa Pa im Hoàng Liên Son-Gebirge.
Schon die französischen Kolonialherren fuhren zur Erholung ins oft kühle und neblige SaPa. Heute lockt die Gegend vor allem kulturell Interessierte, leben dort doch ethnische Minderheiten wie die H’mong und Tay. Erlebnisreich ist auch eine Kreuzfahrt auf dem Mekong im gleichnamigen, 39 000 Quadratkilometer großen Delta. Rechts und links kann man typisches Landleben beobachten, und der Bordkoch kredenzt vietnamesische Spezialitäten. „Allein das Essen ist die Reise wert”, sagt Do Ngoc. „Der Unterschied zu normalen Flusskreuzfahrten ist, dass man mit einem traditionellen vietnamesischen Schiff unterwegs ist und zum Übernachten anlegt”, so die Expertin. Die Schiffe bestehen aus dunklem Holz, und nur wenige Reisende haben an Bord Platz. Deshalb empfiehlt es sich, bereits von Deutschland aus eine Kabine zu buchen.
Vietnamesen und die "Ausländer"
Ausländer werden in Vietnam in der Regel als „Tây” bezeichnet. Das bedeutet so viel wie “Westler”. Touristen werden oft neugierig aber mit Zurückhaltung beobachtet und vor allem in ländlichen Regionen können sie zu einer Hauptattraktion für Kinder werden. Vietnamesen sind sehr zurückhaltend. Selbst wenn sich jemand schlecht oder falsch verhält, lässt sich der Vietnamese nicht zu emotionalen Ausbrüchen verleiten. Die Vietnamesen akzeptieren, dass Ausländer Dinge tun dürfen, die ein vietnamesischer Mann oder eine vietnamesische Frau nicht tun dürfte. Trotzdem sollten Besucher Vietnams sich an einige Grundregeln halten: Man sollte den Älteren mit Respekt und Achtung begegnen. Kommt es einmal zu einer Auseinandersetzung mit einem Vietnamesen, dann empfiehlt es sich, dem Gegenüber sein "Gesicht waren zu lassen". Die Vietnamesen sind sehr stolze Menschen, lassen Sie sie nicht spüren, dass sie sich überlegen fühlen oder sie belehren wollen. Doch wer keine Berührungsängste hat, spürt sehr schnell, dass die Vietnamesen sehr freundliche, verständnisvolle und großzügige Menschen sind.
Allgemein gelten Vietnamesen als ein lebensfrohes Volk, das trotz seiner leidvollen Geschichte unter den Besatzungsmächten, sehr gastfreundlich und umgänglich geblieben ist.
In Vietnam ist der Familienzusammenhalt sehr viel wichtiger als heutzutage in den westlichen Ländern. Das Wohl der Familie geht über das Wohl des Einzelnen. Vietnam besitzt kein funktionierendes soziales Netz, welches den armen und hilfsbedürftigen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen könnte. Die Familie bietet nicht nur soziale sondern auch finanzielle Sicherheit. Traditionell leben 3 – 4 Generationen unter einem Dach und es existiert eine strenge Familienhierarchie. Der Vater ist das Familienoberhaupt, welcher über ein Vetorecht besitzt. Die Rolle der Frau in der vietnamesischen Gesellschaft hat sich insofern geändert, dass sie nicht mehr Untertan ihres Mannes ist. Trotzdem ist es meistens so, dass der Vater die letztendliche Entscheidung trifft. In der neuen Generation, vor allem in Großstädten, haben Frauen oft gleiches Mitspracherecht und Gewicht bei der Entscheidungsfindung wie ihre Ehemänner. Immer mehr Frauen strömen an die Universitäten und sind nach Abschluss berufstätig und unabhängig.

Quelle: getvietnamvisa.com
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